So gegen halb zehn machten wir uns dann auf den Weg. Direkt im Kreuzfahrtgebäude ist eine Station der Hop-on-Hop-off-Sightseeing-Busse. Die bringen einen zum zentralen Startort der Busse am Suntech-Einkaufszentrum. Das sind so fünf Minuten Fahrt. Auch hier bietet es sich an, direkt im Flughafengebäude schon die Fahrkarten zu kaufen. Über unsere Singapore-Airlines-Boardingskarten bekamen wir am Reisetag einen Rabatt und haben damit nur 29 S$ für die Karten anstelle 42 S$-gezahlt.
Als Verkehrsmittel haben wir an dem Tag auch nur die roten Doppelstock-Busse genutzt, wie man sie mittlerweile aus allen Großstädten kennt. Wir haben dann erst einmal eine ausgiebige Stadtrundfahrt gemacht und erste Eindrücke von der Stadt bekommen.

Für diesen ersten Tag hatten wir uns nicht allzu viel vorgenommen. Wir wussten nicht, wie wir mit dem Jetlag und den Temperaturen klarkommen so dass wir einen eher ruhigen Tag geplant hatten.
Da wir ja noch nach der Schiffsreise eine Übernachtung geplant hatten, brauchten wir ja auch noch ein Hotel. Von zuhause aus hatten wir über Booking.com zwei Hotels gebucht, mit der Möglichkeit, sie kostenlos zu stornieren. Allerdings lief die Stornofrist während der Schiffsreise aus. Wir hatten uns daher vorgenommen, die Hotels zu besuchen und uns dann für eins zu entscheiden.
Ein Hotel, das „The Club“ liegt in Chinatown und hat bei Booking.com eine Top-Bewertung. Wir sind daher in Chinatown ausgestiegen und haben uns auf die Suche nach dem Hotel gemacht. Bereits hier hatten wir ein Erlebnis, dass sich während der drei Tage in Singapur öfters wiederholt hat. Wir standen am Straßenrand und haben uns suchend umgeschaut. Prompt sprach uns eine Frau an, ob sie uns helfen könne. Von ihr haben wir dann auch den Weg zum Hotel beschrieben bekommen. Das Hotel hat uns dann aber von außen und der Lage her überhaupt nicht gefallen, so dass wir es direkt storniert haben.
Danach sind wir dann zum indischen Tempel „Sri Mariamman“, der zwar sehr bunt war, uns aber nicht sonderlich beeindruckt hat. Keine hundert Meter entfernt, liegt dann ein chinesischer Tempel, der „Buddha Tooth Relic Temple“, der deutlich beeindruckender war. Den haben wir aber erst zum Ende unseres Urlaubs besichtigt.

Danach sind wir dann noch zum Botanischen Garten gefahren. Der Eintritt in den botanischen Garten ist kostenlos. Lediglich für die Orchideenschau muss man bezahlen.
Im wunderschön angelegten und unglaublich gepflegten Botanischen Garten selber, gibt es einen Regenwaldbereich. Ein Spaziergang durch den Regenwald ist sehr empfehlenswert.

Es war ja Vorweihnachtszeit und nach und nach wurde der Botanische Garten weihnachtlich geschmückt. Anscheinend kann man einzelne Bäume „mieten“ und dann nach seinen Vorlieben schmücken. Davon machen sehr viele Firmen Gebrauch. Besonders lustig fanden wir dann den Baum, der mit Kugeln von deutschen Fußball-Bundesligisten geschmückt war.


Vom Botanischen Garten aus ging es zurück zum Hafen und auf das Schiff. Mittlerweile war es 18 Uhr geworden, wir hatten Hunger und wollten uns nach nunmehr ca. 24 Stunden auf den Beinen auch etwas Ruhe gönnen.
Gegen 10 Uhr war die obligatorische Seenotrettungsübung. Diese ist mittlerweile ganz anders, wie wir sie von der AIDA her kennen. Wir mussten (ohne Schwimmweste) zu einem Sammelpunkt kommen, bei uns in der Bar, wo dann abgehakt wurde, ob alle da sind. Dann gab es mündliche Erläuterungen zum Verhalten im Seenotfall. Auf der AIDA mussten wir immer noch mit Schwimmweste an den Sammelpunkt vor „unserem Rettungsboot“ antreten. Das fanden wir eigentlich schöner und interessanter.
Das Auslaufen haben wir noch mitgenommen und nach jetzt über 34 Stunden auf den Beinen, ging es ins Bett.

Die nächsten beiden Tage waren Seetage, die wir mit Lesen, Schlafen, Essen und Cocktails verbracht haben. So hielt sich unser Jetlag in Grenzen und wir waren fit, als wir vor Koh Samui vor Anker gingen.