Die Flugzeiten waren für uns ideal. Es ging am Dienstag, dem 22. November 2016, um 11:00 Uhr los und am Donnerstag, dem 30.11.2016, um 23:55 Uhr, zurück. Beim Hinflug ist die Ankunft dann planmäßig um 6:15 Uhr morgens (Ortszeit), so dass man bereits bei der Anreise einen Tag in Singapur verbringen kann. Da das Schiff ja schon Mittwochmorgen wieder anlegt, hatten wir dann nach der Schiffsreise auch noch fast zwei volle Tage Aufenthalt in Singapur.

Neben dem, dass wir Direktflüge hatten, gab es bei dieser Variante auch noch einen weiteren Riesenvorteil, nämlich den, mit Singapore Airlines zu fliegen. Wir hatten ganz normal Economy gebucht. Trotzdem hat man deutlich mehr Beinfreiheit als in normalen Flugzeugen. Das Serviceangebot ist einfach Top. Vom Medienprogramm, dass über einen Monitor der im Vordersitz eingebaut ist, bis hin zu den Speisen und Getränken, war einfach alles perfekt. Unter dem Monitor befindet sich dann auch noch ein Controller, über den man entweder das Medienprogramm steuern und ebenfalls ansehen kann oder aber auch die angebotenen Spiele „zocken“ kann.
Beim Essen kann man bereits vor Abflug wählen, was man essen will. So kann man sich z.B. auch vegetarische, muslimische und andere Dinge vorab auswählen.
Nach dem ersten Service mit Essen, wird dann so allmählich das Licht im Flugzeug gedimmt, so dass die Möglichkeit besteht zu schlafen und sich bereits auf den neuen Zeitrhythmus einzustellen. Singapur liegt zeitlich sieben Stunden vor Deutschland. Der zwölfstündige Flug verging ruckzuck und wir waren da.
Bei der Einreise hatten wir mit strengen Kontrollen gerechnet. Immerhin gibt es zahlreiche Einfuhrverbote. So darf man z.B. keinen Kaufgummi einführen. Der kann in Singapur auch so nicht gekauft werden, allenfalls einige besondere Kaugummis, die es auf Rezept gibt. Auch bei Zigaretten sollen sie Stress machen. Es heißt, dass selbst angebrochene Packungen teuer zu versteuern wären.
Wir hatten von vorneherein alles zuhause gelassen – was aber am Schluss unnötig war. Denn weder vor Einsteigen ins Flugzeug, noch bei der Einreise, wurden wir kontrolliert. Wir haben auch nicht gesehen, dass andere Fluggäste kontrolliert wurden.
Für die Einreise (Immigration) selber, muss man bereits im Flugzeug eine Karte mit seinen Daten ausfüllen. Diese wird von den Einreisebehörden abgestempelt und ist bei Ausreise wieder abzugeben. Daneben benötigt man natürlich den Reisepass. Außerdem werden sowohl bei der Einreise, wie auch bei der Ausreise, Fingerabdrücke beider Daumen genommen.
Das verlief alles völlig zügig und reibungslos.
Im Flugzeug konnten wir bereits eine Mobilfunkkarte für 30 S$ kaufen, das entspricht etwas über 21 €. Damit hatten wir 14 GB Internetvolumen für die Zeit in Singapur. Diese Karten kann man an einem Schalter im Flughafengebäude aktivieren lassen und ist wenige Minuten später online.
Fährt man zu einem Hotel in Singapur ist es praktisch, den vom Flughafen angebotenen Shuttle-Service zu nutzen. Für ca. 6 € je Person setzt einen der Bus an den Hotels ab. Wir wollten zum Hafen Marina Bay Cruise. Die Mitarbeiter am Ticketschalter dachten aber, wir wollten zum Hotel Marina Bay Sands. So wurden wir dann dort rausgelassen und sind die restliche Strecke (ca. 1 km Luftlinie) für umgerecht 4 € mit dem Taxi gefahren. Beim nächsten Mal würden wir direkt ins Taxi einsteigen. Kostet je nach Tageszeit (die haben tageszeitabhängige Zuschläge) ca. 25 € bei immerhin fast 30 km Fahrt. Taxifahren ist also sehr günstig in Singapur.
Es würde auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere der U-Bahn, die dort MRT heißt gehen, ist mit Koffern aber zu mühsam.

Als wir aus dem Flughafengebäude rauskamen, bekamen wir erst einmal einen Schlag. Nach der ganzen Zeit im vollklimatisierten Flugzeug bzw. im viel zu kalt gekühlten Flughafengebäude, trifft einen die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur wie ein Hammer. Das ganze Jahr über herrschen in Singapur Temparaturen zwischen 28 und 32 Grad – auch nachts.
Das Schiff hatte bereits angelegt, so dass wir, als wir gegen 8:30 Uhr ankamen, unsere Koffer schon loswerden und auch bereits einchecken konnten. Damit konnten wir schon an Bord gehen und erst einmal ausgiebig frühstücken.
