- Australien 2019 – Brisbane bis Rainbow Ocean
- Australien 2019 – Fraser Island bis Airlie Beach
- Australien 2019 – Townsville bis Sydney
3. Oktober 2019

Bereits um 7:30 Uhr werden wir auf die Minute pünktlich an unserer Unterkunft abgeholt. Wir sind der zweite Stopp, den unser Fahrer Dammon, ansteuert. Dann geht es mit zwei weiteren Stopps zur Fähre nach Fraser Island. Insgesamt sind wir ca. 20 Personen im Bus. Alles Paare, bis auf eine Familie mit einem ca. 6 Monate alten Säugling. Die drei sind Deutsche, die beide Erziehungszeit genommen haben und aktuell durch Australien und dann nach Neuseeland weiter reisen. Überhaupt ist der Bus überwiegend deutschsprachig.
Die Überfahrt selber dauert nur 10 Minuten. Dann geht es ein kurzes Stück über den Strand auf eine Inlandsstraße, die uns für ca. 20-30 Minuten quer durch die Insel führt. Straße ist dabei aber eine maßlose Übertreibung. Wir werden kreuz und quer in unseren Sitzen hin und hergeschüttelt.
Dammon erzählt uns stolz von seinem Bus, einem umgebauten deutschen MAN-Truck, der voll geländegängig ist. Überhaupt wird er uns heute den ganzen Tag „besprechen“. Er redet wirklich in einer Tour durch. Es ist überhaupt nicht nervend, denn er hat jede Menge interessante Infos für uns parat.
Dammon war 35 Jahre Lastwagenfahrer und ist quer durch Australien gefahren, mit 2-4 Anhängern hintendran. Sein jetziger Truck ist für ihn daher wie ein Go-Kart. Nach 20-30 Minuten wechseln wir dann wieder an den Strand und es geht weiter am Strand entlang.
Er musste diesen Weg nehmen, da aufgrund der Flut noch nicht am Strand gefahren werden konnte. Der Weg am Strand entlang ist offiziell ein Motorway. Es wird sogar von der Polizei geblitzt. Man darf max. 80 km/h fahren.
Irgendwann geht es dann links ab zu einem Hotel und unserem „Morning-Tea“. Wir bekommen Getränke und etwas Gebäck zum Frühstück. Dann geht es weiter.
Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt, lediglich zwei Prozent der Insel bestehen aus festen Steinen. Der Rest ist Sand. Die Insel gehört zum Weltkulturerbe und hat einen Regenwald zu bieten. In Australien leben von den 25 gefährlichsten Tieren weltweit immerhin 21 – und 11 davon auf der Insel.
Dammon rät uns also dringend davon ab, abseits der befahrbaren Wege zu gehen. Er erzählt, wie vor 3 Jahren eine deutsche Backpackerin von einer aggressiven hochgiftigen Schlange attackiert wurde. Das erste was sie machte, war ein Selfie. Sie hatte Glück, dass sie von zwei Touristen, die mit dem Jeep unterwegs waren und sich verfahren hatte am Straßenrand gefunden wurde und zur ärztlichen Versorgung ausgeflogen werden konnte. Sie hat es überlebt.

Ganz besonders warnt uns Dammon vor den Dingos. Es lebten über 480 Dingos im Regenwald. Die Tiere jagen besonders in Gruppen und sich auch für den Menschen hochgefährlich. Nachdem vor wenigen Jahren ein 9-jähriger Junge tötlich verletzt wurde und auch sein Bruder und Vater lebensgefährlich verletzt wurde, wurde der Bestand dezimiert. Jetzt leben noch ca. 120 Dingos auf der Insel. Im Verlauf des Tages haben wir vier Dingos am Strand gesehen, die zwischen den Touristen umherlaufen und nach Futter suchen.
Das Füttern eines Dingos wird mit einer hohen Geldbuße belegt und das Tier wird getötet. So soll verhindert werden, dass Dingos auf Futtersuche sich Menschen zum Betteln anhähern und ggf. angreif
Wir haben an diesem Tag soviel gesehen und an Information erhalten, dass es diesen Kurzbericht sprengen würde. Die Insel ist ein absolutes Erlebnis. Wir waren nur einen Tag dort – beim nächsten Mal würden wir wohl die Zweitagestour buchen und auf jeden Fall wieder mit dem gleichen Veranstalter – Fraser Explorer Tours.

Wir haben an diesem Tag soviel gesehen und an Information erhalten, dass es diesen Kurzbericht sprengen würde. Die Insel ist ein absolutes Erlebnis. Wir waren nur einen Tag dort – beim nächsten Mal würden wir wohl die Zweitagestour buchen und auf jeden Fall wieder mit dem gleichen Veranstalter – Fraser Explorer Tours.
Am nächsten Morgen geht es weiter Richtung Norden. Uns stehen jetzt zwei Autotage bevor. Der erste Zwischenstopp ist nach ca. 5 Stunden Fahrt Rockhampton. Rockhampton ist aus unserer Sicht eine hässliche Stadt. Wir sind im Leichhardt Hotel abgestiegen. Eine Bruchbude, die ihresgleichen sucht. Die Krönung war eine morgendliche Kakerlake im Badezimmer.
Bloß weg hier!

Die nächste Fahrt dauert auch lange. Nach über fünf Stunden sind wir am Ziel in Airlie Beach. Hier haben wir uns für drei Nächte ein AirBnB gebucht. Diese Unterkunft versöhnt uns wieder. Wir haben einen tollen Blick auf das Meer, wohnen sehr ruhig und sind dennoch sehr zentral am Leben in Airlie Beach.
Am folgenden Morgen geht es wieder früh los. Wieder auf die Minute pünktlich, werden wir diesmal schon um 7 Uhr abgeholt. Heute geht es mit einem Segler-Katamaran zum Blue-Pearl-Beach- die Illusions 2. Mit dem Skipper Joseph und unserer „Betreuerin“ Naomi legen wir bereits vor halb acht ab und fahren raus. Leider ist das Wetter heute morgen nicht so gut. Bei der Abholung hat es noch geregnet, für den Rest des Tages bleibt es aber trocken und später kommt auch die Sonne durch. Die See ist aber recht rauh mit Wellen um die 1,5 bis 2 Meter Höhe. Auf der Rückfahrt gibt es dann auch bei Mitreisenden die Notwendigkeit die „Fische zu füttern“.

Das schöne an der Fahrt ist, dass wir zu einem recht einsamen Strand segeln, während die meisten Veranstalter zum Whitehaven-Strand fahren. Wir sind an unserem Strand fast allein. Außerdem werden bei uns nur maximal 20 Gäste mitgenommen, so dass es eine wirklich schöne Gruppe war.
Überwiegend bestand die Gruppe aus Studenten und die meisten natürlich wieder aus Deutschland.
Auf jeden Fall haben wir den Altersdurchschnitt schön versaut 😉
Unser Strand hatte laut Dammon früher eins der schönsten Korallenriffe am Great Barrier Reef. Im Jahre 2017 zog der Zyklon Debbie über viele Stunden über Airlie Beach. Er verwüstete fast die ganze Stadt und auch das Korallenriff. Alles was jetzt schon wieder gewachsen ist, ist in den letzten zwei Jahren gewachsen. Dennoch waren hier viele Fische zu stehen und wir haben fast eine Stunde im Wasser geschnorchelt.
Dann ging es noch zu einem weiteren Stopp, wo die Chance bestand, Schildkröten zu sehen. Wir hatten hier leider kein Glück. Andere Mitreisende hatten aber tatsächlich zwei Schildkröten sehen könnten.
Der Strand hier war wirklich ein Traum. Zu allem Überfluss, haben sich hier tatsächlich Gäste mit einem Hubschrauber bringen und abholen lassen.
Dann war die Mittagszeit bereits überschritten und es ging mit mächtig Wind zurück.
Es war ein wundervoller Tag. Etwas weniger Seegang und Wind, hätten es aber auch getan 🙂
Unsere Unterkunft zeichnet sich durch eine besondere Nähe zu Kakadus aus. Wir werden täglich von ihnen besucht.
Der nächste Tag ist als Ruhetag geplant. Shopping, am Strand liegen und die Seele baumeln lassen.
Mit Shopping wurde es noch was, Strand musste wegen zeitweisem Regen ausfallen.
Regen in Australien hatten wir ehrlicherweise nicht auf unserer Agenda. Wir haben nicht einmal eine Regenjacke dabei.
So verbringen wir den Tag mit Lesen, was auch eine schöne Beschäftigung nach den vielen Reisetagen ist.
Morgen geht es weiter nach Townsville. Das ist auch eher ein logistischer Zwischenstopp, wir treffen aber unsere Tochter wieder, die auf ihrer Reise von Cairns nach Brisbane zeitgleich in Townsville ist.